Gislinde Sander

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Umfrage BFM: Forderungsvolumen erneut reduziert, aber Talsohle scheint erreicht

Wo steht das mittelständische Factoring drei Monate nach Beginn des Lockdowns in Deutschland? „Die zweite Erhebung unserer Corona-Umfrage hat die bisherige Entwicklung bestätigt: weniger Factoring-Umsatz, längere Laufzeiten und Zahlungsziele bei den Forderungen“, erklärt Michael Ritter, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Factoring für den Mittelstand (BFM). Das Volumen der eingereichten Forderungen hat um 15,5 Prozent abgenommen, davon -13,2 Prozent im April und -2,3 im Mai. Die Talsohle scheint erreicht, so die Einschätzung des Verbands. Gestiegene Forderungslaufzeiten bestätigten noch 38,9 Prozent der befragten Factoring-Gesellschaften (vorherige Umfrage: 52,4 Prozent) und eine Ausweitung der gewährten Zahlungsziele 55,6 Prozent (zuvor 57,1 Prozent). Die Refinanzierung für ihr eigenes Unternehmen verlaufe weiterhin problemlos, berichten die Mitglieder des BFM.

Die aktuelle Sonderumfrage des Verbands wurde zwischen dem 1. und 16. Juni 2020 erhoben, die erste Welle zwischen dem 7. und 18. Mai 2020.

 

Berlin, 25. Juni 2020

BFM mit neuem Auftritt: Zukunftsfinanzierung auf den Punkt gebracht

Der BFM Bundesverband Factoring für den Mittelstand e.V. präsentiert sich mit einem frischen Erscheinungsbild. Die Website wurde neu aufgesetzt, das Logo überarbeitet und ein Claim entwickelt: „Zukunftsfinanzierung auf den Punkt gebracht“, so der Anspruch. „Als Interessenvertretung und Kommunikationsforum ist der BFM die erste Adresse für mittelständische Factoring-Gesellschaften. Unsere Leistungen, die genau auf den Nutzen des Mittelstands ausgerichtet sind, möchten wir auch mit dem neuen Corporate Design noch besser sichtbar machen“, erklärt Michael Ritter, Vorstandsvorsitzender des Verbands. So wurden auf der neuen Website www.bundesverband-factoring.de eigene Bereiche für die Kompetenzcenter „Recht und Wirtschaft“, „IT – Informationstechnologie“ und „Finanzaufsicht / Compliance“ eingerichtet. Hintergrundinformationen sind in einem internen Bereich abrufbar, der nur den Verbandsmitgliedern zugänglich ist. Externe Besucher finden umfassende Informationen über die Aktivitäten des Verbands, über das Finanzierungsinstrument Factoring sowie führende mittelständische Anbieter, die sich mit ihren Leistungsprofilen vorstellen.  

Berlin, 23. Juni 2020

Umfrage BFM: Verlängerung von Forderungslaufzeiten und gewährten Zahlungszielen

Wie entwickelt sich das mittelständische Factoring in Zeiten von Corona? „Erste Trends lassen sich aus unserer Sonderumfrage ablesen. 

So bestätigen 57,1 Prozent der Factoring-Gesellschaften eine Ausweitung der gewährten Zahlungsziele und 52,4 Prozent einen Anstieg der Forderungslaufzeiten“, berichtet Michael Ritter, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Factoring für den Mittelstand (BFM). Hintergrund: Viele Factoring-Nutzer wünschen sich in der schwierigen Lage eine längere Ausnutzung von Linien. Sie müssen bei immer mehr Kunden mit Verzug rechnen oder möchten ihnen längere Zahlungsziele einräumen. „Die Umfrage zeigt, dass Factoring-Gesellschaften diesem Wunsch zum Teil folgen und damit die Handlungsfähigkeit ihrer Kunden stärken konnten. Voraussetzung ist allerdings eine entsprechende Limitpolitik der Warenkreditversicherungen“, so Ritter.

Schwierigkeiten bei der Refinanzierung von Forderungen treten auch in der Pandemiekrise sehr selten auf. 95,2 Prozent der im BFM organisierten Factoring-Gesellschaften können sich weiterhin ohne Probleme Kapital beschaffen. Allerdings ist das Volumen der eingereichten Forderungen krisenbedingt zurückgegangen. Die stärkste Veränderung lässt sich im Monat April mit einem Minus von 13,2 Prozent feststellen. Befragt nach Branchen, die zukünftig besonders unter den Kriseneffekten leiden werden, nennen die BFM- Mitglieder übereinstimmend Gastronomie, Hotel- und Reisebranche (100 Prozent). Schwere Zeiten sehen sie auch für Zulieferer (85,7) und Produzenten (81) in der Automobilindustrie. Die Sonderumfrage des BFM wurde zwischen dem 7. und 18. Mai 2020 unter den Mitgliedern erhoben.

 

Berlin, 26. Mai 2020

Verbände-Allianz fordert weitere Liquiditätshilfen für Mittelstand und Verbraucher

  • Initiative der Verbände für Leasing, Factoring, Freie Berufe, Franchise, Fuhrparkmanagementgesellschaften sowie des Bankenfachverbands

  • Forderung für die Factoring-Branche: pauschale Aufstockung der zum Ende 2019 bestandenen Limite der Warenkreditversicherung um 100 Prozent

Eine Allianz aus sieben Verbänden, unter ihnen der BFM Bundesverband Factoring für den Mittelstand, fordert weitere Liquiditätshilfen für den Mittelstand, die über das bisher angestoßene Hilfsprogramm der Bundesregierung hinausgehen. Ziel der Initiative ist es, bestehende Finanzierungen abzusichern, um Kunden unterstützen zu können, ohne selbst Liquiditätsengpässe zu erleiden. Dazu sind gemeinsame Forderungen in einem Schreiben an den Bundeswirtschafts- und Bundesfinanzminister gerichtet worden.

„Für die mittelständische Factoring-Wirtschaft begrüßen wir die bisher geplanten Maßnahmen der Bundesregierung ausdrücklich. Es sind aber weitere Schritte erforderlich, um die Stabilität der Finanzpartnerschaften in unserer Branche zu gewährleisten. Wesentlich ist dabei die Absicherung ausgeweiteter Zahlungs- ziele“, so Michael Ritter, Vorstandsvorsitzender des BFM. „Factoring-Institute leisten einen wichtigen Beitrag, um Tausende KMU mit Liquidität zu versorgen. Wir werden uns, auch gemeinsam mit anderen Verbänden, weiterhin dafür einsetzen, dass möglichst viele kleine und mittlere Unternehmen einen Zugang zu bankenunabhängiger Finanzierung behalten.“

Eine zentrale Forderung der Verbände-Allianz ist ein KfW-abgesichertes Stun- dungsmodell für Leasing- und Mietkaufraten, um Kunden schnell und unbüro- kratisch zu unterstützen. Da Leasing-Güter meist über Banken und fristen- kongruent refinanziert sind, bedarf es einer Ausfallgarantie für die gestundeten Raten.

Refinanzierung sichern

Je länger die Phase des „Shutdowns“ andauert, desto belastender wird die wirtschaftliche Situation auch für Banken und Finanzdienstleister. Letztlich könnten Stundungen in Milliardenhöhe notwendig sein, woraus in kürzester Zeit ein potenzielles systemisches Risiko für die gesamte Finanzbranche erwachsen könnte. Daher sollten auch Kreditgeber zinslose staatlich garantierte Liquiditätshilfen in dem Umfang in Anspruch nehmen können, wie sie ihren Kunden Finanzierungsverpflichtungen stunden. Ebenso müssen die Refinanzierungslinien von Leasing-Gesellschaften und Factoring-Unternehmen abgesichert sein. Denn nur durch eine gesicherte Refinanzierung kann der zur Verfügung gestellte Kapitalbedarf von mittelständischen Unternehmen, Selbständigen und Freiberuflern gesichert werden.

Absicherung von Zahlungszielausweitung

Für Factoring-Institute, die unter anderem für den Handel und das produzierende Gewerbe essentielle Forderungen vorfinanzieren und dazu beitragen, Lieferketten aufrechtzuerhalten, fordert die Verbände-Allianz eine staatlich pauschale Aufstockung der zum 31.12.2019 bestandenen Limite der Warenkreditversicherung um 100 Prozent. Denn infolge des „Shutdowns“ entfallen Händlereinnahmen und die Bezahlung von Vorlieferanten. Händler und produzierendes Gewerbe finanzieren die vom Lieferanten bezogene Ware über gewährte Zahlungsziele, Lieferanten sichern das Ausfallrisiko über Warenkreditversicherungen oder Factoring-Institute ab. Eine Ausweitung des Zahlungsziels zur Liquiditätssicherung muss daher entsprechend kompensiert werden.

KfW-Förderprogramme öffnen

Darüber hinaus sollen sowohl der KfW-Unternehmerkredit als auch das KfW- Sonderprogramm für Leasing-Gesellschaften geöffnet werden, denn bisher haben Leasing-Gesellschaften keinen direkten Zugriff auf die Förderprogramme der KfW. Zum einen sollen Leasing-Gesellschaften die Förderkredite für ihr Unternehmen selbst beantragen können, zum anderen sollen Leasing-Raten als Betriebsmittel vom Förderkredit abgedeckt werden.

 

Informationen zum Verband BFM: https://www.bundesverband-factoring.de/ Berlin, 26. März 2020

Branchenzahlen 2019

Stabiles Wachstum: plus 8,7 Prozent beim Factoring im Mittelstand

Der Markt für Factoring im Mittelstand verzeichnet erneut ein kräftiges Wachstum. 2019 erhöhte sich das Ankaufvolumen um 8,7 Prozent, nachdem es im Vorjahr um 9 Prozent angestiegen war. Diese Marktentwicklung ermittelte der BFM Bundesverband Factoring für den Mittelstand, Berlin, unter seinen Mitgliedsunternehmen. „Unsere Branche ist von einer erfreulichen Stabilität gekennzeichnet, die der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung oftmals entgegenläuft. Im zweiten Halbjahr 2019 war der Aufwärtstrend am stärksten, weil sich die Kundenstruktur beim mittelständischen Factoring noch einmal erweitert hatte“, so Michael Ritter, Vorstandsvorsitzender des BFM.

Vor dem Hintergrund der eingetrübten Konjunktur gewinnt Factoring weiter an Gewicht. Gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) haben unter Zahlungsausfällen zu leiden. Durch den Ausfallschutz beim Factoring können sie ihre Liquidität zuverlässig planen. „Vielen KMU macht auch der Fachkräftemangel zu schaffen“, so Ritter. „Daher lagern sie vermehrt Prozesse aus, etwa das Debitorenmanagement. Hier kann Factoring über das Full-Service-Modell nützliche Ressourcen erschließen.“

Freiheit und Sicherheit bei Finanzentscheidern gefragt

Wie hoch die Akzeptanz von Factoring vor allem im Mittelstand ist, zeigt auch die repräsentative Studie, die der BFM alle zwei Jahre erheben lässt. Immer mehr Finanzentscheider können sich demnach vorstellen, neben dem klassischen Kredit weitere Instrumente für die Unternehmensfinanzierung einzusetzen. Sechs von zehn KMU (62%) wünschen sich mehr Unabhängigkeit von ihrer Hausbank. 56 Prozent halten den regresslosen Schutz vor Forderungsausfall für einen wesentlichen Vorteil von Factoring. Ebenso viele schätzen das umsatzkongruente Prinzip einer strategisch eingesetzten Forderungsfinanzierung.

Zunehmende Nutzung von Factoring erwartet

Auch für das laufende Jahr zeichnet sich Wachstum im Mittelstands-Factoring ab. 66 Prozent der vom BFM befragten Gesellschaften rechnen mit einer Aufwärtsbewegung, 22 Prozent mit gleichbleibenden Umsätzen für ihr Unternehmen. 72 Prozent der mittelständischen Factors erwarten ein wachsendes Neukundengeschäft, 28 Prozent ein konstantes. „Dass keiner der befragten Anbieter von einer rückläufigen Entwicklung beim Neugeschäft ausgeht, ist ein starkes Signal“, erklärt Ritter. „Unsere Mitglieder arbeiten mit großer Praxisnähe zu ihren Kunden. Ihr Konzept bewährt sich immer wieder neu, auch in Zeiten einer zunehmend digitalisierten Finanzwelt: Gute Kommunikation mit den Kunden führt zu bedarfsgerechten Modellen für die Umsatzfinanzierung.“ Derzeit setzen laut BFM-Erhebung mehr als 7.000 KMU das Instrument Factoring ein.

Über den Verband

Der BFM Bundesverband Factoring für den Mittelstand e.V. ist die Interessenvertretung und Kommunikationsplattform für mittelständische Anbieter in Deutschland. In dem Verband haben sich qualitätsorientierte, oft inhabergeführte Factoring-Gesellschaften organisiert, die auf die Umsatzfinanzierung von kleinen und mittleren Unternehmen spezialisiert sind. www.bundesverband-factoring.de

 

Berlin, 18. Februar 2020

Quellen: Verbandsumfrage BFM (Geschäftsjahr 2019) und BFM Factoring-Studie 2019 (repräsentative Befragung im Auftrag des BFM, durchgeführt von Kantar TNS unter 1.653 KMU bis 50 Mio. Euro Umsatz)

Wachstum im Mittelstand

Neue Impulse für Wachstum im Mittelstand: Factoring

  • Interesse an Liquidität, die mit dem Umsatz wächst (55%)
  • Forderungsverkauf in KMU zunehmend geplant (plus 4%)

Wachsende Unternehmen im Mittelstand brauchen einen schnellen und unbürokratischen Zugang zu Finanzmitteln – eine Anforderung, der das Instrument Factoring in hohem Maße entspricht. 18% der Entscheider in KMU erwägen, ihre Liquidität in Zukunft durch Factoring zu erhöhen. Zwei Jahre zuvor waren es 14%, wie eine repräsentative Studie des Bundes- verbands Factoring für den Mittelstand (BFM) ergab.

Weil mit steigendem Umsatz auch das Volumen der Finanzierung wächst, lässt sich Factoring besonders effizient in Wachstumsphasen einsetzen. Das umsatzkongruente Prinzip ist für 55% der Entscheider im Mittelstand interessant, so der BFM, vor allem in den Branchen Im- und Export (78%), im verarbeitenden Gewerbe (69%) und im Handel (58%). Unternehmen, die einen hohen Liquiditätsbedarf haben, nutzen oftmals in Kombination mit Kreditlinien die Flexibilität von Factoring. Als zentralen Vorteil bewerten Finanzentscheider auch den regresslosen Schutz vor Zahlungsausfall, der mit der Abtretung beim Forderungsverkauf verbunden ist (56%).

Factoring-Quote in Deutschland unter europäischem Durchschnitt

Im Vergleich zu den europäischen Nachbarn ist Factoring hierzulande noch wenig verbreitet. Zwar stieg seit 2009 die Factoring-Quote in Deutschland von 4% auf 7,3% an. Sie liegt aber immer noch deutlich unter dem Durchschnittswert in der EU, der 10,9% beträgt. Die Factoring-Quote stellt die Relation von Factoring-Umsatz und Bruttoinlandsprodukt dar. In Europa liegt Großbritannien mit einer Quote von 13,9% vor Italien (13,1%), Spanien (12,4%) und Frankreich (12,3%). „Kennzeichnend für den deutschen Markt ist der hohe Zuwachs im Segment Mittelstand“, erklärt Michael Ritter, Vorstandsvorsitzender des BFM. „Wir erwarten, dass sich

die Aufwärtsbewegung der letzten Jahre fortsetzt. Das gilt trotz der abgeschwächten Wirtschaftsleistung in Deutschland. Zuletzt gingen 75% unserer Verbandsmitglieder von einer guten Entwicklung beim Neukundengeschäft aus.“


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Berlin, 16. August 2019

Quelle Studien: BFM Bundesverband Factoring für den Mittelstand / Kantar TNS. Repräsentative Befragung kleiner und mittlerer Unternehmen in Deutschland mit einem Jahresumsatz von unter 50 Mio. Euro. Die letzte Untersuchung wurde auf Basis von 1.653 Interviews im Oktober 2018 durchgeführt, die Vergleichsstudie 2016, beide durch Kantar TNS. https://www.bundesverband-factoring.de/ Quelle Factoring-Quoten: EU Federation Factoring and Commercial Finance

Branchenzahlen erstes Halbjahr 2019

Aufwärtstrend beim Factoring im Mittelstand hält an: 8 Prozent Plus

Dynamik leicht abgeschwächt, weiterhin gute Geschäftserwartung

Unternehmensfinanzierungen mit Factoring verbuchen weiterhin ein starkes Wachstum im Mittelstand. Im ersten Halbjahr 2019 stieg das angekaufte Forderungsvolumen um 8 Prozent an, wie der Bundesverband Factoring für den Mittelstand (BFM) ermittelte. Im Vorjahreszeitraum hatte das Plus bei 11,3 Prozent gelegen, im gesamten Geschäftsjahr 2018 bei 9 Prozent. „Die Ergebnisse spiegeln die anhaltend starke Entwicklung der mittelständischen Factoring-Wirtschaft wider“, erklärt Michael Ritter, Vorstandsvorsitzender des BFM. „Obwohl sich die Dynamik in unserer Branche leicht abgeschwächt hat, erweist sie sich vor dem Hintergrund der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland als sehr stabil.“

Auch die Geschäftserwartungen der BFM-Mitglieder sind weiter positiv. Zwar ist die Prognose etwas vorsichtiger geworden. Aber noch immer rechnen zwei Drittel (65 Prozent) der mittelständischen Factoring-Gesellschaften im zweiten Halbjahr 2019 mit wachsendem Neugeschäft (Vorjahreszeitraum: 75 Prozent).  

BFM und Leasing-Verband BDL mit neuer Allianz

Um die Interessen seiner Mitglieder gegenüber Politik und Aufsichtsbehörden noch kraftvoller vertreten zu können, kooperiert der BFM auch mit anderen Verbänden. So trat er kürzlich dem Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) als assoziiertes Mitglied bei. Im Gegenzug wurde der BDL neuer Verbandspartner des BFM. Hintergrund: Viele mittelständische Finanzdienstleister haben in beiden Verbänden ihre Heimat. Gemeinsame Themen sind zum Beispiel die Finanzdienstleistungsaufsicht oder die Digitalisierung von Geschäftsprozessen. BFM-Vorstand Michael Ritter: „Factoring und Leasing durch mittelständische Finanzdienstleister sind ein wesentliches Element der deutschen Mittelstandsfinanzierung. Im Schulterschluss der Verbände können wir nicht nur den Belangen unserer Mitglieder mehr Gehör verschaffen, sondern auch den vielen KMU, die für ihr Wachstum bankenunabhängige Finanzierungen einsetzen.“

Der BFM ist auch Mitglied der Mittelstandsallianz, die unter dem Dach des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) 35 Partnerverbände mit insgesamt 900.000 Unternehmerstimmen vertritt.

 

Berlin, 09. September 2019

Branchenzahlen 2018

Factoring-Markt wächst um 9 Prozent im Mittelstand

Der deutsche Markt für Factoring wächst weiter. Vor allem im Mittelstand ist der Aufwärtstrend stabil. 2018 stieg das Ankaufvolumen um 9 Prozent an, wie der BFM Bundesverband Factoring für den Mittelstand, Berlin, ermittelte. 2017 war ein Plus von 9,5 Prozent erzielt worden. „Finanzierungen, die eine klassische Betriebsmittellinie ergänzen oder ersetzen, gewinnen erheblich an Akzeptanz“, erklärt Simon Schach, Vorstandsvorsitzender des BFM. Der Hintergrund: Trotz gut gefüllter Auftragsbücher vieler mittelständischer Unternehmen verweigern die Hausbanken oftmals Geld für Investitionen. Schach: „Banken sind zum Teil nicht in der Lage, stark wachsende Unternehmen mit einem zeitnahen Rating und zusätzlichem Kapital zu begleiten. Hinzu kommt, dass Außenstände für Banken nicht als Sicherheit gelten. Hier bewährt sich Factoring.“

95 Prozent Finanzentscheider wünschen persönlichen Kontakt

Das Angebot mittelständischer Factoring-Gesellschaften – schnelle Bereitstellung von Liquidität, individuelle Beratung und Services – treffe genau den Bedarf von KMU, so der Verbandsvorsitzende. Wie eine repräsentative Studie unter 1.650 Entscheidern ergab, wünschen sich 95 Prozent einen persönlichen Kontakt bei der Unternehmensfinanzierung. 55 Prozent halten Konzepte für ausgewogen, die neben Eigen- und Fremdkapital auch andere Instrumente wie das Factoring umfassen.

Nachfrage nach Forderungsfinanzierung nimmt weiter zu

Auch für die zukünftige Entwicklung des Marktes sind die Prognosen gut. 70 Prozent der vom BFM befragten Factoring-Gesellschaften erwarten wachsende Umsätze im laufenden Jahr. 75 Prozent rechnen mit einer positiven Entwicklung im Neukundengeschäft und 25 Prozent im Geschäft mit den Bestandskunden. Die Mitglieder des BFM betreuen derzeit rund 6.800 kleine und mittlere Unternehmen mit einem Forderungsvolumen von 5,4 Milliarden Euro pro Jahr.

 

Berlin, 6. März 2019 

Quellen: Verbandsumfrage BFM (Geschäftsjahr 2018) und BFM Factoring-Studie 2019 (repräsentative Befragung im Auftrag des BFM, durchgeführt von Kantar TNS unter 1.653 KMU bis 50 Mio. Euro Umsatz)

Neuer Vorstand

beim BFM Factoring-Verband für den Mittelstand

  • Michael Ritter übernimmt den Vorsitz von Simon Schach
  • Folker Weise, Björn Behrmann und Uwe Sablotny gewählt

Der BFM Bundesverband Factoring für den Mittelstand hat Michael Ritter zum neuen Vorstandsvorsitzen gewählt. Ritter übernimmt das Amt von Simon Schach, der 2001 den Verband mitgründete und bis 2012 die Geschäfte führte. Seit 2017 war er Vorsitzender des Vorstands. „Ich weiß das Amt bei meinem Nachfolger in besten Händen“, erklärte Schach bei der Übergabe in Berlin. „Michael Ritter hat sich zuletzt besonders im Bereich Marketing und Kommunikation engagiert. Ich bin sicher, dass sich unter seiner Leitung der BFM nicht nur weiterentwickelt, sondern auch in der Positionierung deutlich wahrzunehmen ist – als einziger Verband, der gezielt den Interessenbereich des mittelständischen Factorings vertritt.“

Ritter bekräftigte, sein Vorgänger habe den Verband sehr gut für die Zukunft aufgestellt, zum Beispiel durch den Dialog mit der Finanzaufsicht und durch das intensive Bearbeiten von Digitalisierungsthemen. Auch Kooperationen mit anderen Verbänden hatte Schach in seiner Amtszeit initiiert.

Bei der Vorstandswahl am 11. April 2019 wurden weitere Ämter neu besetzt. Den stellvertretenden Vorsitz übernahm Folker Weise von Michael Ritter. Weise wird wie bisher auch als Schatzmeister tätig sein. Björn Behrmann, der das Ressort Recht und Wirtschaft verantwortet, wurde für eine weitere Amtszeit bestätigt. Neu in den Vorstand trat Uwe Sablotny ein.

Kompetenzbereich Medizin durch Neumitglied gestärkt

Zu den letzten Neuzugängen des Verbands zählt die AeV Gesellschaft für Abrechnung von Privatliquidationen AG, München. Das Unternehmen ist seit 95 Jahren als ärztliche Verrechnungsstelle am Markt. Mit der AeV Factoring GmbH übernimmt sie die Vorfinanzierung von Privatliquidationen von Ärzten. Die AeV verstärkt den Kompetenzbereich Health, der im BFM durch mehrere Factoring-Gesellschaften vertreten ist. 

 

Berlin, 25. April 2019

Repräsentative Studie zur Finanzierung im Mittelstand

Mehr Vielfalt, weniger Bindung zur Bank

  • 95% KMU schätzen persönlichen Kontakt bei Finanzierungen
  • 62% wünschen sich mehr Unabhängigkeit von der Hausbank
  • 69% sehen wachsende Bedeutung der Finanzierungsstrategie 

Trotz Digitalisierung von Prozessen: Der persönliche Kontakt steht bei Unternehmensfinanzierungen hoch im Kurs. 95% der Entscheider in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) finden eine individuelle Betreuung wichtig. Die Bedeutung der Hausbank nimmt dennoch weiter ab. 62% der KMU möchten ihre Bindung zu klassischen Kreditpartnern lockern, wie eine repräsentative Studie des Bundesverbands Factoring für den Mittelstand (BFM) ergab. Zwei Jahre zuvor waren es noch 57%.

Simon Schach, Vorstandsvorsitzender des BFM: „Der Wunsch nach persönlicher Betreuung ist ein sehr erfreuliches Ergebnis der Studie. Es untermauert den Anspruch der mittelständischen Factoringgesellschaften unseres Verbands, ihren Kunden ein Finanzpartner auf Augenhöhe im persönlichen, fairen Dialog zu sein.“

Jeder Zweite sieht Vorteile im Finanzierungs-Mix

Laut Studie gehen 69% der Entscheider davon aus, dass die strategische Bedeutung der Unternehmensfinanzierung zunehmen wird. In den Blick gerät vor allem eine breitere Aufstellung. Schon heute sagen 55% der Befragten, eine ausgewogene Finanzierung umfasse neben Eigen- und Fremdkapital auch Beteiligungen, Factoring und Leasing. In Unternehmen der Umsatzgrößenklasse 2,5 bis 50 Mio. Euro sehen sieben von zehn Entscheidern (68%) Vorteile bei einer modularen Finanzierung. In der Klasse bis 2,5 Mio. Euro Umsatz sind es 53%.

70% noch unzureichend mit Factoring vertraut

Jeder zweite Entscheider (55%) findet für sein Unternehmen eine Finanzierung interessant, die automatisch mit dem Umsatz wächst. Die Unsicherheit gegenüber dem umsatzkongruenten Konzept von Factoring ist allerdings groß. So sagen 70% der Entscheider, sie wissen zu wenig über Factoring, um es für ihre Finanzierung einzusetzen. Vor zwei Jahren nannten das noch 76% als Hemmnis. „Die Informationsdefizite gehen deutlich zurück“, so Schach. „Für die Zukunft erwägen 18% der deutschen KMU, durch Factoring ihre Liquidität zu erhöhen, unter ihnen 17% in der Größenklasse bis 2,5 Mio. Euro Umsatz und 30% in der Klasse von 2,5 bis 50 Mio. Euro.“

Sicherheit gefragt: 39% fürchten großen Forderungsausfall

Den regresslosen Schutz vor Forderungsausfall halten 56% der Befragten für einen zentralen Vorteil von Factoring, so der BFM. Vor allem Entscheider im Baugewerbe (71%) und im Bereich Im- und Export (71%) schätzen die Sicherheit, die sie mit dem Abtreten von Forderungen gewinnen. Das gilt besonders gegenüber Schlüsselkunden: Vier von zehn KMU (39%) müssen damit rechnen, beim Ausfall ihres größten Debitors in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten. Am höchsten (57%) ist das Risiko in der Größenklasse von 2,5 bis 50 Mio. Euro Umsatz sowie in den Branchen Im- und Export (66%) und verarbeitendes Gewerbe (54%). Der Ausfallschutz und die planbare Liquidität sind wesentliche Gründe, warum KMU das Instrument Factoring einsetzen. Hinzu kommen die durch den Forderungsverkauf verbesserten Bilanzkennzahlen, die auch das Rating bei der Bank positiv beeinflussen.

Für die BFM Factoring-Studie 2019 wurden 1.653 kleine und mittlere Unternehmen befragt.

 

Grafik als PDF herunterladen: Zentrale Ergebnisse der BFM Factoring-Studie 2019 / Weiteres Material auf Anfrage

 

Berlin, 30. Januar 2019

Quellen: BFM Bundesverband Factoring für den Mittelstand / Kantar TNS. Repräsentative Befragung kleiner und mittlerer Unternehmen in Deutschland mit einem Jahresumsatz von unter 50 Mio. Euro. Die Untersuchung auf Basis von 1.653 Interviews wurde von Kantar TNS im Oktober 2018 durchgeführt, die Vergleichsstudie 2016.

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