Gislinde Sander

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87 Prozent erwarten Zuwachs bei Forderungsankäufen

Der Markt für Factoring im Mittelstand nimmt wieder Fahrt auf. „Im ersten Halbjahr 2021 haben nahezu alle von uns befragten Factoring-Gesellschaften ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum erzielt“, berichtet Michael Ritter, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Factoring für den Mittelstand (BFM). Allerdings waren die Auswirkungen der Pandemie auf einzelne Branchen so unterschiedlich, dass sich auch bei der Nutzung von Factoring ein heterogenes Bild ergibt. „Zwischen minus 26 Prozent und plus 74 Prozent bewegen sich die Umsätze in der ersten Jahreshälfte“, so Ritter. Im Corona-Jahr 2020 hatte das Spektrum zwischen minus 28 Prozent und plus 45 Prozent gelegen. Der gesamte Markt für Factoring in Deutschland hat sich seit Beginn der Pandemie als robust erwiesen. Seit Jahren stabil ist der Trend, dass der Anteil kleiner und mittlerer Unternehmen unter den Nutzern zunimmt. 2020 gehörten 95,4 Prozent (Vorjahr: 93,4 Prozent) zur Größenklasse bis 10 Mio. Euro Factoring-Umsatz pro Jahr. 

Herausfordernd: Finanzaufsicht, Digitalisierung und Mangel an Fachkräften

Auch wenn die Effekte von Corona noch nicht überwunden sind, bahnt sich für das Geschäftsjahr 2021 ein gutes Ergebnis an. 87 Prozent der mittelständischen Factoring-Gesellschaften rechnen mit wachsenden Umsätzen, 62 Prozent erwarten dabei auch Impulse aus dem Neugeschäft. Ende 2020 waren nur 58 Prozent von einer positiven Entwicklung ihrer Geschäfte ausgegangen. Die größten Herausforderungen für die nächsten zwei Jahre: 81 Prozent der Befragten nennen hier eine mögliche Verschärfung der aufsichtsrechtlichen Vorgaben, 67 Prozent die Digitalisierung. In den Hintergrund rücken dagegen die steigenden Insolvenzanmeldungen, die noch 37 Prozent der mittelständischen Factoring-Gesellschaften als besonders herausfordernd ansehen. „Auch diese Ergebnisse unserer Erhebung belegen den Aufwind am Markt“, erklärt Ritter. Um alle Potenziale kommender 

Wachstumsphasen ausschöpfen zu können, wird mehr qualifiziertes Personal benötigt. Zwar bilden die Mitgliedsunternehmen des BFM in immer größerem Umfang aus. Aber der Mangel an Fachkräften werde die Factoring-Branche auch weiterhin herausfordern, so die Befragten. Ein Blick auf Europa zeigt das große Marktpotenzial in Deutschland: Die Factoring-Quote – die Relation von BIP und Factoring-Umsatz – hat hierzulande mit 8,5 Prozent einen Höchststand erreicht. Sie liegt aber immer noch deutlich unter dem Durchschnittswert der EU, der 11,1 Prozent beträgt. 

 

Über den BFM

Der Bundesverband Factoring für den Mittelstand (BFM) ist die zentrale Interessenvertretung mittelständischer Factoring-Gesellschaften in Deutschland. In dem Verband haben sich qualitätsorientierte, oft inhabergeführte Gesellschaften organisiert, die auf die Umsatzfinanzierung von kleinen und mittleren Unternehmen spezialisiert sind. 

www.bundesverband-factoring.de

Berlin, 2. September 2021

 

 

Pressekontakt: Gislinde Sander, Sander Public Relations, Tel. 040-39902919, E-Mail: agentur(at)sanderpr.de

Quelle: Verbandsumfrage BFM zu Umsätzen und Geschäftserwartungen 1. Hj. 2021 am 30.06.2021

Foto: Michael Ritter, Vorstandsvorsitzender Bundesverband Factoring für den Mittelstand 

 

  • Robustes Wachstum bei Forderungsfinanzierungen von KMU
  • Unsicherheiten gegenüber Factoring weiter rückläufig
  • Allianzen ausgebaut: Partner der neuen Initiative PRO Mittelstand

„Factoring wird vom Mittelstand immer besser verstanden: als Verstärker für Wachstum, aber auch als Instrument, um Krisen zu überwinden und mit schnellem Liquiditätsfluss wieder durchzustarten. Vor 20 Jahren gab es dazu noch erheblichen Erklärungsbedarf“, so Michael Ritter, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Factoring für den Mittelstand (BFM). Der Verband feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen und damit auch die Erfolgsgeschichte des Finanzierungsinstruments Factoring in Deutschland. Aus einem Nischenprodukt entwickelte sich ein von der BaFin regulierter Wachstumsmarkt. 

 

Dynamisches Wachstum, neue Effekte durch die Pandemie

Überproportional und seit Jahren anhaltend wächst der deutsche Factoring-Markt im Segment Mittelstand. Bereits 2016 gehörten rund 88 Prozent der Unternehmen, die Factoring anwenden, zur Größenklasse bis 10 Mio. Euro Umsatz. Mittlerweile kommen 95 Prozent aller Factoring-Nutzer aus dieser Größenklasse. Im Gegenzug nehmen die Hemmnisse, das Instrument einzusetzen, in kleinen und mittleren Unternehmen ab. Während vor vier Jahren noch 75 Prozent der Entscheider sagten, sie wüssten zu wenig über Factoring, um es in ihrem Unternehmen anzuwenden, sind es heute 62 Prozent. Für 14 Prozent der KMU war die Coronakrise ein Auslöser, sich mit neuen Instrumenten zu befassen, ergab die repräsentative BFM Factoring-Studie 2021. In der durch Dynamik geprägten Factoring-Branche hat die Pandemie zwar für Umsatzrückgänge gesorgt. Aber eine Trendwende bahnt sich an, auch durch Anschubfinanzierungen nach dem Höhepunkt der Krise. 83 Prozent der BFM-Mitglieder erwarten, dass gesamtwirtschaftlich die Nachfrage nach Factoring steigen wird.

 

Alleinstellung als Branchenverband für mittelständische Anbieter

Als Verband vertritt der BFM gezielt und ausschließlich die Interessen von Factoring-Gesellschaften aus dem Mittelstand. „Dieses Alleinstellungsmerkmal sehen wir als wesentlichen Grund für unseren Erfolg. Der Verband hat sich 2001 mit acht Mitgliedern gegründet und wuchs innerhalb kurzer Zeit auf 40 an“, berichtet Ritter. „Dass unsere Leistungen, etwa zu den Themen Finanzaufsicht, IT oder Marketing, genau dem Bedarf der Mitglieder folgen, stellen wir durch interne Befragungen sicher.“ Die Mitglieder des BFM sind qualitätsorientierte, oft inhabergeführte Gesellschaften, die sich auf Factoring im Mittelstand spezialisiert haben. Ihr Prinzip: Augenhöhe mit den Kunden. Im Verband profitieren sie von dem intensiven fachlichen Austausch und einem Netzwerk, das seit 2015 auch Verbandspartner aus angrenzenden Branchen umfasst. 

Neben der Mitgliederstruktur hat der BFM sein Konzept der Verbändeallianz ausgebaut. Heute bestehen zum Beispiel Kooperationen mit dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) und dem Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL). Im Juni 2021 kam die neu formierte Initiative PRO Mittelstand hinzu, die der Deutsche Franchiseverband, der BFM und weitere Partner ins Leben gerufen haben. Die Initiative plant partei- und fraktionsübergreifende Gespräche mit Politikern, die sich mit der nachhaltigen Förderung des Mittelstands befassen. „Wir setzen uns für Rahmenbedingungen ein, die unseren Mitgliedern flexibles und agiles Handeln ermöglichen“, erklärt BFM-Vorstand Ritter. „So können sie auch zukünftig ihre Kundenunternehmen im Mittelstand mit sicherer Liquidität versorgen.“

 

Berlin, 24. Juni 2021

Quelle Studienzahlen: BFM Factoring-Studie 2021. Repräsentative Befragung kleiner und mittlerer Unternehmen in Deutschland mit einem Jahresumsatz von unter 50 Mio. Euro. Die Untersuchung wurde vom Institut KANTAR auf Basis von 1.685 Interviews durchgeführt.

Foto: Michael Ritter, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Factoring für den Mittelstand 

Pressekontakt: Gislinde Sander, Sander Public Relations, Tel. 040-39902919, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Mittwoch, 03 März 2021 08:42

Marktveränderungen durch die Pandemie

Factoring im Mittelstand: Marktveränderungen durch die Pandemie / 2021 wachsender Umsatz und neue Nutzer erwartet 

Im Corona-Jahr 2020 hat sich der Markt für Factoring im Mittelstand nahe an den Trends der Gesamtwirtschaft bewegt. Anders als in den Vorjahren, die durch ein wachsendes Volumen der Forderungsankäufe gekennzeichnet waren, bilden die Ergebnisse 2020 ein breites Spektrum ab. „Die Umsatzentwicklungen der von uns befragten Factoring-Gesellschaften variieren von minus 28 Prozent bis plus 45 Prozent“, berichtet Michael Ritter, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Factoring für den Mittelstand (BFM). Hintergrund: Der Markterfolg der Anbieter wird wesentlich davon mitbestimmt, wie stark die einzelnen Factoring-Nutzer und ihre Branchen von der Pandemie betroffen sind.

„Die meisten Mitglieder konnten nicht an die guten Geschäftsergebnisse des Vorjahres anknüpfen. Dennoch ist der Blick auf die kommenden Monate überwiegend zuversichtlich“, fasst Ritter die Ergebnisse der Verbands- umfrage zusammen. So gehen neun von zehn Factoring-Gesellschaften von einem Wachstum (58 Prozent) oder gleichbleibenden Umsätzen (32 Prozent) aus. Deutliche Impulse werden 2021 aus dem Neugeschäft erwartet: 58 Prozent der BFM-Mitglieder rechnen mit einem erhöhten Ankaufsniveau durch neue Kunden, 37 Prozent mit einer konstanten Entwicklung in diesem Bereich. Mehr als 83 Prozent sind sicher, dass gesamtwirtschaftlich die Nachfrage nach Factoring steigen wird. Das Instrument könne auch zur Erholung von Unternehmen beitragen, deren Umsätze nach pandemiebedingten Rückgängen wieder anspringen, so Ritter. „Das zu erwartende Wachstum wird schnelle und umsatzkongruente Liquidität brauchen, auch unabhängig von Kreditlinien.“

 

Geprägt von der Krise: Forderungslaufzeiten und Insolvenzen

Rund 89 Prozent der befragten Factoring-Experten gehen davon aus, dass es 2021 zu einem Anstieg der Debitoreninsolvenzen kommen wird. Zwei Drittel (67 Prozent) erwarten zudem verlängerte Forderungslaufzeiten. Die Sicherheitsfunktion von Factoring rückt daher in den Blick der Finanzentscheider. 45 Prozent erklären in einer repräsentativen Studie des

BFM, der regresslose Schutz vor Forderungsausfall sei ein zentraler Vorteil dieser Finanzierungsform. Auch die Unsicherheiten gegenüber Factoring – ein wesentliches Hemmnis, das Instrument im eigenen Betrieb zu nutzen – gehen zurück. Räumten 2017 noch 75 Prozent der Entscheider eine unzureichende Vertrautheit mit Factoring ein, sind es derzeit 62 Prozent. 

 

Über den BFM

Der Bundesverband Factoring für den Mittelstand (BFM) ist die zentrale Interessenvertretung mittelständischer Factoring-Gesellschaften in Deutschland. In dem Verband haben sich qualitätsorientierte, oft inhabergeführte Gesellschaften organisiert, die auf die Umsatz- finanzierung von kleinen und mittleren Unternehmen spezialisiert sind. www.bundesverband-factoring.de

 

 

Berlin, 2. März 2021

Pressekontakt: Gislinde Sander, Sander Public Relations, Tel. 040-39902919, E-Mail: agentur(at)sanderpr.de

Quellen: Verbandsumfrage (Umsätze 2020 und Geschäftserwartungen 2021 der BFM-Mitglieder, Stand 31.12.2020) und BFM Factoring-Studie 2021, durchgeführt vom Institut KANTAR: repräsentative Befragung kleiner und mittlerer Unternehmen in Deutschland mit einem Jahresumsatz von unter 50 Millionen Euro. 1.685 Interviews im November 2020.

Repräsentative Studie 

  • 49% der KMU wollen Bindung zur Hausbank lockern, 42% befürworten Mix der Instrumente, 14% prüfen neue Lösungen
  • 92% finden persönlichen Austausch mit Finanzpartnern wichtig
  • 62% noch unsicher beim Thema Factoring, 45% schätzen den Schutz vor Zahlungsausfall, 43% eine umsatzkongruente Finanzierung

Wie finanzieren sich kleine und mittlere Unternehmen in wirtschaftlich angespannten Zeiten? Jeder zweite Entscheider (49%) in KMU wünscht sich mehr Unabhängigkeit von der Hausbank. Coronabedingt sind 14% aktiv geworden und haben neue Instrumente geprüft, zum Beispiel Factoring. In der Umsatzgrößenklasse 2,5 bis 50 Mio. Euro war fast jeder Vierte (23%) durch die Krise mit Finanzierungsalternativen befasst, bei den Branchen vor allem Im- und Export (24%), Handel (19%) und Bau (19%). Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Bundesverbands Factoring für den Mittelstand (BFM). 

Vier von zehn Befragten halten es für sinnvoll, sich bei der Liquiditäts- beschaffung breiter aufzustellen. Eine ausgewogene Finanzierung umfasse neben Eigen- und Fremdkapital auch Beteiligungen, Factoring und Leasing, so 42%. Unabhängig von den Instrumenten: Einen persönlichen Kontakt zu den Finanzpartnern findet die große Mehrheit (92%) der Entscheider wichtig. 

Wenig Erfahrung mit Factoring / Mehr Liquidität und Sicherheit 

Besonders offen für einen Mix der Instrumente sind Unternehmen der Größenklasse 2,5 bis 50 Mio. Euro (53%), ebenso die Branchen Im- und Export (60%) und das verarbeitende Gewerbe (52%). Geht es um die betriebliche Praxis, zeigt sich ein anderes Bild, etwa beim Factoring. Auch in der Krise setzt nur eine Minderheit der KMU die in Forderungen gebundene Liquidität unverzüglich frei. 62% der Entscheider sagen, sie wüssten zu wenig über Factoring, um es in ihrem Unternehmen anzuwenden. „Vor vier Jahren waren es noch 75%. Die Unsicherheit geht also deutlich zurück“, berichtet Michael Ritter, Vorstandsvorsitzender des BFM. „Wer schon Erfahrung mit Factoring hat, setzt es heute gezielter ein, um krisenrelevante Vorteile zu nutzen. Das sind zum einen die schnellen Mittelzuflüsse und der regresslose Schutz bei Zahlungs- ausfall, der mit dem Abtreten von Forderungen verbunden ist. Zum anderen können Factoring-Anwender ihren Kunden oftmals längere Zahlungsziele einräumen – ein Vorteil im Wettbewerb, gerade auch in der aktuellen Lage“, so Ritter.

Laut Studie halten 45% der Befragten die Sicherheitsfunktion für einen zentralen Vorteil von Factoring. Am stärksten wird der Ausfallschutz in den Branchen Bau (56%) und Dienstleistung (52%) geschätzt. Ähnliche Zustimmung findet das umsatzkongruente Prinzip von Factoring. Eine Finanzierung, deren Volumen automatisch mit dem Umsatz wächst, sei interessant für ihr Unternehmen, sagen 43% der Entscheider. Am höchsten ist die Zustimmung in den Bereichen Dienstleistung (55%) sowie Im- und Export (49%), ebenso in Unternehmen mit 2,5 bis 50 Mio. Euro Umsatz (55%). 

Digitalisierte Prozesse wie die Sofortauszahlung beim Factoring prägen auch immer stärker das Rechnungswesen. 39% der KMU planen die Nutzung von digitalen Rechnungsformaten, ermittelte der BFM. In der Umsatzgrößenklasse 2,5 bis 50 Mio. Euro sind es 62%, bei Unternehmen bis 2,5 Mio. Euro Umsatz 37%. 

Für die BFM Factoring-Studie 2021 wurden 1.685 kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland befragt. 

 

Berlin, 25. Januar 2021

 

 

Quelle: BFM Bundesverband Factoring für den Mittelstand / KANTAR. Repräsentative 

Befragung kleiner und mittlerer Unternehmen in Deutschland mit einem Jahresumsatz von unter 50 Mio. Euro. Die Untersuchung auf Basis von 1.685 Interviews wurde im November 2020 durchgeführt.

Pressekontakt: Gislinde Sander, Sander Public Relations, Tel. 040-39902919, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

Michael Boomhuis, unser ehemaliger Vorstandskollege, ist am 29. Oktober 2020 im Alter von 60 Jahren verstorben. Er gehörte zu den Gründern des Bundesverbands Factoring für den Mittelstand im Jahr 2001 und hat sich in den folgenden Jahren, auch über die Vorstandsarbeit hinaus, in hohem Maße für unseren Verband engagiert. Als Geschäftsführer und Gesellschafter hat er über lange Zeit die Entwicklung der Hansekontor Maklergesellschaft mbH, Hamburg, mitgestaltet. Seine Arbeit war geprägt durch besondere Expertise und Begeisterung für Finanzierungsthemen.

Wir werden Michael Boomhuis in ehrenvoller Erinnerung behalten. Unsere tiefe Anteilnahme gilt seiner Familie, seinen Freunden und Kollegen.

Montag, 10 August 2020 10:02

Branchenzahlen erstes Halbjahr 2020

Factoring im Mittelstand: 5,3 Prozent Plus trotz Coronakrise 

Geschäftserwartungen für das zweite Halbjahr abgeschwächt 

Der Markt für Factoring im Mittelstand zeigt sich auch unter dem Einfluss der Coronakrise robust. Im ersten Halbjahr 2020 nahm das Volumen der angekauften Forderungen um rund 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Im gesamten Geschäftsjahr 2019 hatte der Anstieg bei 8,7 Prozent gelegen. “Nach den pandemiebedingten Rückgängen im April und Mai 2020 war im Juni die Trendwende bei den Factoring-Umsätzen erreicht“, berichtet Michael Ritter, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Factoring für den Mittelstand (BFM). „Zwar gehen wir davon aus, dass sich im erfahrungsgemäß starken zweiten Halbjahr das Vorjahresniveau nicht erreichen lässt. Aber unser Geschäftsmodell der bankenunabhängigen Finanzierung und schnellen Bereitstellung von Liquidität bietet dem Mittelstand einen Nutzen, der gerade auch in Zeiten des wirtschaftlichen Neustarts gefragt ist.“

Marktentwicklung: 42 Prozent rechnen mit steigendem Umsatz

Wenn die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht nicht verlängert wird, könnte es im vierten Quartal 2020 zu einer Welle von Anträgen kommen. „In vielen Fällen ist die Insolvenz eine Chance für die betroffene Firma. Dennoch halten wir es für wichtig, dass Unternehmen bei anhaltendem Umsatzrückgang weitere staatliche Hilfen bekommen. Die gesamte Risikolage erscheint uns derzeit noch unauffällig“, so Ritter. Diese Einschätzung spiegelt sich auch in den Ergebnissen der Verbandsumfrage wider. Für das restliche Geschäftsjahr sind die Erwartungen der mittelständischen Factoring-Gesellschaften verhalten positiv. Während zum Ende 2019 noch 66 Prozent der Befragten von wachsenden Umsätzen ausgingen, sind es derzeit 42 Prozent. Hinzu kommen 16 Prozent, die mit gleichbleibenden Umsätzen rechnen (zuvor 22 Prozent). Impulse durch das Neukundengeschäft erwarten insgesamt 84 Prozent, davon 58 Prozent mit steigenden und 26 Prozent mit gleichbleibenden Umsätzen in diesem Bereich.

Über den BFM

Der Bundesverband Factoring für den Mittelstand (BFM) ist die zentrale und mitgliederstärkste Interessenvertretung für das mittelständische Factoring in Deutschland. In dem Verband haben sich qualitätsorientierte, oft inhabergeführte Factoring-Gesellschaften organisiert, die auf die Umsatzfinanzierung von kleinen und mittleren Unternehmen spezialisiert sind. www.bundesverband-factoring.de

 

Berlin, 10. August 2020

 

Pressekontakt: Gislinde Sander, Sander Public Relations, Tel. 040-39902919, E-Mail: agentur(at)sanderpr.de

Quellen: Verbandsumfrage BFM (Umsätze und Geschäftserwartungen 1. Hj. 2020) und Sonderumfrage Corona des BFM (April bis Juni 2020)

Foto: Michael Ritter, Vorstandsvorsitzender Bundesverband Factoring für den Mittelstand (BFM)

Wo steht das mittelständische Factoring drei Monate nach Beginn des Lockdowns in Deutschland? „Die zweite Erhebung unserer Corona-Umfrage hat die bisherige Entwicklung bestätigt: weniger Factoring-Umsatz, längere Laufzeiten und Zahlungsziele bei den Forderungen“, erklärt Michael Ritter, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Factoring für den Mittelstand (BFM). Das Volumen der eingereichten Forderungen hat um 15,5 Prozent abgenommen, davon -13,2 Prozent im April und -2,3 im Mai. Die Talsohle scheint erreicht, so die Einschätzung des Verbands. Gestiegene Forderungslaufzeiten bestätigten noch 38,9 Prozent der befragten Factoring-Gesellschaften (vorherige Umfrage: 52,4 Prozent) und eine Ausweitung der gewährten Zahlungsziele 55,6 Prozent (zuvor 57,1 Prozent). Die Refinanzierung für ihr eigenes Unternehmen verlaufe weiterhin problemlos, berichten die Mitglieder des BFM.

Die aktuelle Sonderumfrage des Verbands wurde zwischen dem 1. und 16. Juni 2020 erhoben, die erste Welle zwischen dem 7. und 18. Mai 2020.

 

Berlin, 25. Juni 2020

Der BFM Bundesverband Factoring für den Mittelstand e.V. präsentiert sich mit einem frischen Erscheinungsbild. Die Website wurde neu aufgesetzt, das Logo überarbeitet und ein Claim entwickelt: „Zukunftsfinanzierung auf den Punkt gebracht“, so der Anspruch. „Als Interessenvertretung und Kommunikationsforum ist der BFM die erste Adresse für mittelständische Factoring-Gesellschaften. Unsere Leistungen, die genau auf den Nutzen des Mittelstands ausgerichtet sind, möchten wir auch mit dem neuen Corporate Design noch besser sichtbar machen“, erklärt Michael Ritter, Vorstandsvorsitzender des Verbands. So wurden auf der neuen Website www.bundesverband-factoring.de eigene Bereiche für die Kompetenzcenter „Recht und Wirtschaft“, „IT – Informationstechnologie“ und „Finanzaufsicht / Compliance“ eingerichtet. Hintergrundinformationen sind in einem internen Bereich abrufbar, der nur den Verbandsmitgliedern zugänglich ist. Externe Besucher finden umfassende Informationen über die Aktivitäten des Verbands, über das Finanzierungsinstrument Factoring sowie führende mittelständische Anbieter, die sich mit ihren Leistungsprofilen vorstellen.  

Berlin, 23. Juni 2020

Wie entwickelt sich das mittelständische Factoring in Zeiten von Corona? „Erste Trends lassen sich aus unserer Sonderumfrage ablesen. 

So bestätigen 57,1 Prozent der Factoring-Gesellschaften eine Ausweitung der gewährten Zahlungsziele und 52,4 Prozent einen Anstieg der Forderungslaufzeiten“, berichtet Michael Ritter, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Factoring für den Mittelstand (BFM). Hintergrund: Viele Factoring-Nutzer wünschen sich in der schwierigen Lage eine längere Ausnutzung von Linien. Sie müssen bei immer mehr Kunden mit Verzug rechnen oder möchten ihnen längere Zahlungsziele einräumen. „Die Umfrage zeigt, dass Factoring-Gesellschaften diesem Wunsch zum Teil folgen und damit die Handlungsfähigkeit ihrer Kunden stärken konnten. Voraussetzung ist allerdings eine entsprechende Limitpolitik der Warenkreditversicherungen“, so Ritter.

Schwierigkeiten bei der Refinanzierung von Forderungen treten auch in der Pandemiekrise sehr selten auf. 95,2 Prozent der im BFM organisierten Factoring-Gesellschaften können sich weiterhin ohne Probleme Kapital beschaffen. Allerdings ist das Volumen der eingereichten Forderungen krisenbedingt zurückgegangen. Die stärkste Veränderung lässt sich im Monat April mit einem Minus von 13,2 Prozent feststellen. Befragt nach Branchen, die zukünftig besonders unter den Kriseneffekten leiden werden, nennen die BFM- Mitglieder übereinstimmend Gastronomie, Hotel- und Reisebranche (100 Prozent). Schwere Zeiten sehen sie auch für Zulieferer (85,7) und Produzenten (81) in der Automobilindustrie. Die Sonderumfrage des BFM wurde zwischen dem 7. und 18. Mai 2020 unter den Mitgliedern erhoben.

 

Berlin, 26. Mai 2020

  • Initiative der Verbände für Leasing, Factoring, Freie Berufe, Franchise, Fuhrparkmanagementgesellschaften sowie des Bankenfachverbands

  • Forderung für die Factoring-Branche: pauschale Aufstockung der zum Ende 2019 bestandenen Limite der Warenkreditversicherung um 100 Prozent

Eine Allianz aus sieben Verbänden, unter ihnen der BFM Bundesverband Factoring für den Mittelstand, fordert weitere Liquiditätshilfen für den Mittelstand, die über das bisher angestoßene Hilfsprogramm der Bundesregierung hinausgehen. Ziel der Initiative ist es, bestehende Finanzierungen abzusichern, um Kunden unterstützen zu können, ohne selbst Liquiditätsengpässe zu erleiden. Dazu sind gemeinsame Forderungen in einem Schreiben an den Bundeswirtschafts- und Bundesfinanzminister gerichtet worden.

„Für die mittelständische Factoring-Wirtschaft begrüßen wir die bisher geplanten Maßnahmen der Bundesregierung ausdrücklich. Es sind aber weitere Schritte erforderlich, um die Stabilität der Finanzpartnerschaften in unserer Branche zu gewährleisten. Wesentlich ist dabei die Absicherung ausgeweiteter Zahlungs- ziele“, so Michael Ritter, Vorstandsvorsitzender des BFM. „Factoring-Institute leisten einen wichtigen Beitrag, um Tausende KMU mit Liquidität zu versorgen. Wir werden uns, auch gemeinsam mit anderen Verbänden, weiterhin dafür einsetzen, dass möglichst viele kleine und mittlere Unternehmen einen Zugang zu bankenunabhängiger Finanzierung behalten.“

Eine zentrale Forderung der Verbände-Allianz ist ein KfW-abgesichertes Stun- dungsmodell für Leasing- und Mietkaufraten, um Kunden schnell und unbüro- kratisch zu unterstützen. Da Leasing-Güter meist über Banken und fristen- kongruent refinanziert sind, bedarf es einer Ausfallgarantie für die gestundeten Raten.

Refinanzierung sichern

Je länger die Phase des „Shutdowns“ andauert, desto belastender wird die wirtschaftliche Situation auch für Banken und Finanzdienstleister. Letztlich könnten Stundungen in Milliardenhöhe notwendig sein, woraus in kürzester Zeit ein potenzielles systemisches Risiko für die gesamte Finanzbranche erwachsen könnte. Daher sollten auch Kreditgeber zinslose staatlich garantierte Liquiditätshilfen in dem Umfang in Anspruch nehmen können, wie sie ihren Kunden Finanzierungsverpflichtungen stunden. Ebenso müssen die Refinanzierungslinien von Leasing-Gesellschaften und Factoring-Unternehmen abgesichert sein. Denn nur durch eine gesicherte Refinanzierung kann der zur Verfügung gestellte Kapitalbedarf von mittelständischen Unternehmen, Selbständigen und Freiberuflern gesichert werden.

Absicherung von Zahlungszielausweitung

Für Factoring-Institute, die unter anderem für den Handel und das produzierende Gewerbe essentielle Forderungen vorfinanzieren und dazu beitragen, Lieferketten aufrechtzuerhalten, fordert die Verbände-Allianz eine staatlich pauschale Aufstockung der zum 31.12.2019 bestandenen Limite der Warenkreditversicherung um 100 Prozent. Denn infolge des „Shutdowns“ entfallen Händlereinnahmen und die Bezahlung von Vorlieferanten. Händler und produzierendes Gewerbe finanzieren die vom Lieferanten bezogene Ware über gewährte Zahlungsziele, Lieferanten sichern das Ausfallrisiko über Warenkreditversicherungen oder Factoring-Institute ab. Eine Ausweitung des Zahlungsziels zur Liquiditätssicherung muss daher entsprechend kompensiert werden.

KfW-Förderprogramme öffnen

Darüber hinaus sollen sowohl der KfW-Unternehmerkredit als auch das KfW- Sonderprogramm für Leasing-Gesellschaften geöffnet werden, denn bisher haben Leasing-Gesellschaften keinen direkten Zugriff auf die Förderprogramme der KfW. Zum einen sollen Leasing-Gesellschaften die Förderkredite für ihr Unternehmen selbst beantragen können, zum anderen sollen Leasing-Raten als Betriebsmittel vom Förderkredit abgedeckt werden.

 

Informationen zum Verband BFM: https://www.bundesverband-factoring.de/ Berlin, 26. März 2020

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