Risiko des teilweisen oder vollständigen Forderungsverlustes wegen der Zahlungsunfähigkeit eines Abnehmers (Debitors). Der Factor übernimmt das Ausfallrisiko bis zu hundert Prozent regresslos.
Unbezahlte Rechnungen, die die Liquidität belasten; betriebswirtschaftlich gesehen totes Kapital, das sich mit Hilfe von Factoring problemlos aktivieren läßt. Liquidität
Der BFM Bundesverband Factoringgesellschaften für den Mittelstand e.V. ist die zentrale branchenspezifische Vereinigung mittelständischer Factoringunternehmen mit der Zielgruppe kleiner und mittlerer Mittelstand.
Kreditwürdigkeit von Geschäftspartnern; die laufende Bonitätsprüfung der Debitoren gehört zum Service des Factors. Sie ist mitentscheidend für die Höhe des Factoringentgeltes
Industrie-, Großhandels- und Dienstleistungsunternehmen aus mehr als 30 Branchen nutzen die Vorteile des Factoring. Zu den Factorkunden gehören zunehmend auch Unternehmen, die überwiegend Auslandsgeschäfte betreiben.
Kundenbuchhaltung: Überwachung und Buchung der Zahlungseingänge, wird im Rahmen des Factoringvertrages vom Factor übernommen.
Dazu gehören Debitorenbuchhaltung, regelmäßige Bonitätsprüfung, Mahnwesen und Inkasso. Für das Unternehmen ist das Debitorenmanagement häufig mit erheblichem Zeit- und Personalaufwand verbunden; die Übernahme des Debitorenmanagements gehört zum Serviceangebot des Factors. -> Outsourcing
Haftung des Factors für teilweisen oder vollständigen Forderungsverlust durch Zahlungsunfähigkeit eines Abnehmers. Die Zahlungsunfähigkeit gilt nach einer festgelegten Frist ohne besonderen Nachweis als eingetreten, wenn der Abnehmer nicht gezahlt und keine Einwände gegen seine Zahlungspflicht erhoben hatte.
Wirtschaftsverband zur Förderung der geschäftlichen Interessen der führenden Factoringinstitute in Deutschland -> Ansprechparter
Factoring für grenzüberschreitende Waren- und Dienstleistungsgeschäfte, bei denen Unternehmen (Exporteure, Importeure) die Leistungen eines Factors in Deutschland in Anspruch nehmen. Die Factoringanbieter wickeln Factoring entweder direkt oder unter Einschaltung eines Korrespondenzpartners in den jeweiligen Exportländern ab. -> Internationale Kooperation
Unter Factoring versteht man den Kauf von Geldforderungen aus Warenlieferungen und Dienstleistungen. Factoring dient der kurzfristigen Umsatzfinanzierung und dem huntertprozentigen Schutz vor Forderungsausfällen; zum Factoring gehört ein effizientes Debitorenmanagement.
Preis für die Übernahme des Ausfallrisikos und des Debitorenmanagements durch den Factor. Er richtet sich nach Risiko und Arbeitsaufwand und liegt in Deutschland zwischen 2,5% - 6% vom angekauften Forderungsbestand (Bruttoumsatz). -> Kosten
Anbieter der komplexen Finanzdienstleistung Factoring, zu der neben kurzfristiger Umsatzfinanzierung auch hundertprozentige Absicherung vor Forderungsausfällen und Übernahme des Debitorenmanagements gehören. Die in Deutschland tätigen Factors bieten ihren Kunden neben dem Standardfactoring, auch Full-Service-Factoring genannt, vielfältige Factoringvarianten, die sich nach dem Bedarf der Kunden richten.
-> Ansprechpartner
Außenstände aus Warenlieferungen und Dienstleistungen; ohne die Nutzung von Factoring sind sie für den Lieferanten bis zur endgültigen Bezahlung mit einem Ausfallrisiko verbunden. Durch Verkauf seiner Geldforderungen an den Factor erhält der Lieferant sofort Liquidität. -> Nutzen des Factoring
Durch den gemeinsamen Europäischen Markt hat sich seit 1993 der Wettbewerb, vor allem für mittelständische Unternehmen, verschärft, ihnen gleichzeitig aber neue Marktchancen eröffnet. Factoring bietet den Unternehmen den Vorteil, den Kunden die im Ausland üblichen längeren Zahlungsziele einräumen zu können und sich gegen hohe Ausfallrisiken abzusichern.
Factoringinstitute wickeln internationales Factoring häufig in Zusammenarbeit mit Korrespondenzpartnern in den jeweiligen Ländern ab. Weltweit operieren drei internationale Factoringkooperationen: Factors Chain International (FCI), International Factors Group (IFG) und Heller Group. -> Export-, Importfactoring
Factoring für grenzüberschreitende Waren und Dienstleistungsgeschäfte, wird je nach Sitz des Factorkunden als Export- oder Importfactoring bezeichnet. Das Factoringgeschäft wird entweder auf direktem Wege oder unter Einschaltung eines Korrespondenzpartners in den jeweiligen Ländern abgewickelt.
Die Kosten des Factoring setzen sich aus den Zinsen für die Finanzierung der Forderungen und dem Factoringentgelt zusammen. Die Zinsen entsprechen den banküblichen Kontokorrentzinsen, die Laufzeit wird anhand des Zahlungseingangs der ausstehenden Forderungen berechnet. Fallweise kann für die Bonitätsprüfung ein weiterer Kostenfaktor hinzukommen. -> Nutzen des Factoring
Auch der Abschluß einer Kreditversicherung dient dazu, sich vor Ausfallrisiken zu schützen. Im Unterschied zum Factor übernimmt die Versicherung das Risiko nicht zu hundert Prozent. Prämien für eine Kreditversicherung können bei der Zusammenarbeit mit einem Factor eingespart werden.
Vorwiegend mittelständische Unternehmen aus mehr als 30 Branchen mit Umsatzwachstum und gewerblichen Abnehmern; es kann sich dabei um Hersteller, Großhändler oder Dienstleister handeln.
Wird vom Factor bereitgestellt; betriebswirtschaftliche Grundbedingung für soliden geschäftlichen Erfolg, häufig durch hohe Außenstände gefährdet. -> Außenstände
Teil des Debitorenmanagements, das bei den meisten Factoringvarianten auf den Factor übertragen wird.
Am 1.1.1999 ist die neue Insolvenzordnung in Deutschland in Kraft getreten. Sie schränkt die Sicherungsrechte von Banken und Sparkassen für eingeräumte Kredite weiter ein. Wegen der Besonderheiten des Factoringgeschäftes ist die Forderungsfinanzierung durch Factoringinstitute von der neuen Insolvenzordnung nicht betroffen.
Verbesserte Liquidität durch Abbau der Außenstände, Einsparungen beim Einkauf durch Skonti und Rabatte, bis zu hundertprozentige Sicherheit vor Zahlungsausfällen, Kostenersparnis für das Debitorenmanagement, laufende Bonitätskontrolle der Debitoren, Wegfall der Kosten für eine Kreditversicherung, zusätzlich Verbesserung der Bilanzstruktur, Verbesserung des Standings bei Banken und Lieferanten.
In Deutschland vorherrschende Form des Factoring, bei der die Debitoren über die künftige Zusammenarbeit mit dem Factor informiert werden.
Ende 1998 ist die Ottawa-Konvention über internationales Factoring in Deutschland in Kraft getreten. Sie geht mit ihrem Regelungsinhalt weit über das Factoringgeschäft hinaus, da sie die Abtretung von Forderungen im grenzüberschreitenden Waren- und Dienstleistungsverkehr generell vereinheitlicht und vereinfacht und dadurch die Finanzierung des Exports erleichtert.
Auslagerung einzelner Betriebsfunktionen, Rationalisierungseffekt, Inanspruchnahme spezialisierter Dienstleister; Factoring ermöglicht das Outsourcing des Kosten- und personalintensiven -> Debitorenmanagements
Bringen Kostenersparnis beim Einkauf, lassen sich in der Regel durch Barzahlung erzielen. Vorteilhafte Einkaufskonditionen sind ohne ausreichende Liquidität kaum möglich. -> Nutzen
Wichtige Leistung im Rahmen des Factoring; der Factor übernimmt im Gegensatz zur Warenkreditversicherung das Risiko bis zu hundert Prozent regresslos, er trägt als das volle Ausrisiko bei Insolvenz des Abnehmers ohne speziellen Nachweis (angenommener Delkrederefall).
Umfaßt das gesamte Debitorenmanagement und weitere Teilleistungen, z.B. Informationen über das Zahlungsverhalten der Debitoren.
Dient dem Factor zum Ausgleich von Rabatten, Skonti oder eventuellen Mängeleinreden durch Debitoren; er beträgt zwischen 10% und 20% der gekauften Forderung und wird bei Fälligkeit verrechnet bzw. ausbezahlt. -> Zahlungen
Wichtigste Kundengruppe jedes Unternehmens, die häufig weitgefaßte Zahlungsziele in Anspruch nimmt. Mittelständische Unternehmen mit vielen Stammkunden sind typische Factoringnutzer.
Der Factor zahlt unmittelbar nach Vorlage der Rechnungskopien bis zu 90% des Rechnungsbetrages aus; die Restsumme dient als Sicherheitseinbehalt und wird nach Fälligkeit unter Berücksichtigung von Skonti, Rabatten oder Retouren überwiesen.
Zahlreiche Unternehmen räumen ihren Kunden großzügig Zahlungsziele ein und schaffen sich dadurch einen Wettbewerbsvorteil. Für sie eignet sich Factoring besonders.
Factoring ist heute aus der internationalen Wirtschaft nicht mehr wegzudenken. Zunehmend mehr Unternehmen in aller Welt nutzen diese komplexe Finanzdienstleistung zur Umsatzförderung und Existenzsicherung. Die deutsche Factoringbranche erlebt seit Jahren ein lebhaftes, kontinuierliches Wachstum.